Renthendorf – Lippersdorf ca. 9 km

Weg der Bilder und Vergleiche

Es bieten sich 2 Varianten an:

Variante 1: Wir wandern den gleichen Weg bis zur Alten Triptiser Straße – nunmehr bergan- zurück, den wir gekommen sind (ca. 2,5 km). Nun halten wir uns rechts ca.200 m bis zu einer Abbiegung, die uns links bei einem Wegweiser den Weg zum Rothvorwerk weist. Hier kommt die Route der Variante 2 uns entgegen.

Variante 2: Wir gehen die Straße hinunter und halten uns links – weiter auf der Straße an einem Artenschutzturm und der Bastelmühle vorbei - immer der Roda entlang - nach Kleinebersdorf bis zur Kirche – ca. 1,3 km. (nach der 3. Brücke östlichen Weg entlang der Roda nehmen)

Die Kirche hat noch Elemente romanischen Ursprungs - wie Chor, Apsis und den unteren Teil des Turmes aus dem 12/13.Jahrhundert. Als besonders wertvolles Stück steht im Chorraum ein prächtiger spätgotischer Schnitzaltar. Darüber wölbt sich ein gemalter Thriumphbogen von 1688. Ungewöhnlich ist das abgewalmte Turmdach mit Ziergeländer.

Von der Kirche gehen wir wenige Schritte Richtung Stadtroda bis zu Rodabrücke der Straße und nehmen links den Weg des Kirchtales bergan bis zur Alten Triptiser Straße. Hier lohnt zwischen terrassierten Wiesen und Feldern immer wieder ein traumhafter Rückblick. Über die genannte Rodabrücke befindet sich sie Gaststätte „ Zum Löwen“, die zur Einkehr einlädt. Links wandern wir die Alte Triptiser Straße entlang, die zu einem Waldweg wird und man gelangt zu dem oben genannten Wegweiser der Variante 1.

Von diesem Punkt aus – Wegweiser zum Rothvorwerk - führt der markierte Weg bergab durch Fichtenwald und einzelnen Buchen in den kühlen Haischbachgrund. Schon etwa 100 m durch den Grund weist uns links ein Weg bergan, den wir bis zum – ebenfalls Triptiser Weg genannt - folgen. Auf einer weiten Hochfläche angelangt, biegen wir rechts zu dem Gut Rothvorwerk mit vorgelagertem Teich ein.

Das unter Denkmalsschutz stehende Rothvorwerk wurde bereits 1072 erstmals erwähnt. Der Vierseitenhof ist mit einer bis zu 1,30 m dicken Mauer aus Bruchsteinen umgeben . Von den ehemals 4 Ecktürmen sind noch 3 erhalten .Besonders reizvoll ist der weithin gelbleuchtende südliche Eckturm mit der barocken Schweifkuppel von 1796. Das Vorwerk war vorwiegend im Besitz der Herren v. Meusebach. Im neu restaurierten Hofteil des Ehepaares Bakker kann man „im Heu“ übernachten. Vor dem Hofeingang lädt eine Bank zum Genießen der schönen Aussicht ein.

Der weitere Weg nach Lippersdorf führt geradeaus an der linken Waldkante entlang. An einer Weggabelung gehen wir links in den Wald hinein und folgen den Markierungen.

Nach etwa 1,1 km bergab erreichen wir an einer Linkskurve eine Freifläche vor einer Weide. Geradeaus betreten wir diese und nach etwa 100m bietet sich von diesen terrassierten Weideflächen ein wundervoller Weitblick auf das Rodatal mit den Waldhufendörfern Lippersdorf und Ottendorf.

Auf den Weg zurückgekehrt folgen wir diesen bergab bis nach Lippersdorf hinein und halten uns auf dem rechten Weg am Rodabach bis zur 2. Brücke, die uns über die Straße die Gasse aufwärts zur Kirche führt.

Die Kirche ist dem Schutzpatron der Reisenden „St. Nicolaus“ geweiht. Konrad von Meusebach ließ die Kirche 1630 errichten. Im reich ausgestatteten Innenraum fällt der Blick zu der Kassettendecke , die in Anlehnung an die historische Bilderbibel von Augsburg 1718 gemalt wurde. Das Haupstück der Innenaustattung ist der herrliche um 1500 geschaffene Schnitzaltar u.a. mit einer Pieta in der Mitte des Altarscheines. Reste eines zweiten. Altarwerkes, die verstümmelt in der Sakristei gefunden wurden, sind restauriert und neben der Kanzel angebracht worden. Die Orgel stammt von den Gebrüdern Friderici aus dem Jahr 1738. Einkehrmöglichkeit ist in der Gaststätte „Zur Sonne“ an der Bushaltestelle gegeben.

Für Fahrräder im mittleren Teil nur schwer befahrbar, teils unwegsam, besonders bei Nässe. Gegebenfalls etwas schieben oder die Straße fahren. Allerdings fallen damit einige schöne Aussichten weg.