Lippersdorf – Tröbnitz ca. 8 km

Weg der Steine

Von der Kirche gehen wir zurück zur Straße, überqueren den Rodabach und folgen den Dorfweg parallel zum Baches flußaufwärts bis zur 4. Brücke und laufen zur Straße.

Nach wenigen Metern gehen wir nach links die schmale ausgeschilderte Straße in den Ölsnitzgrund. Nach ca. 150 m verlassen wir diese Straße und biegen links den bergan führenden Weg zum Ölsnitzberg. Auf halber Höhe lohnt ein Ausblick über das Tal nach Lippersdorf.

Haben wir die Höhe erreicht, führt der Weg zwischen Feldern, den wir am Antennenmast nach rechts weiter folgen und tauchen nach ca. 150 m in einen Hochwald ein. An einer Wegkreuzung überqueren wir die ehemalige Deponiestraße und gehen halblinks den Waldweg leicht bergan.

Wir folgen den Logos an den Bäumen, erreichen einen geschotterten Forstweg, der uns geradeaus westwärts durch das sogenannte Hintere Bettelholz (Flurname = Untere Küche) führt. Am Hochbehälter Tissa-Ulrichswalde erreichen wir den Hellen Platz.

Wenige Meter vor dem Hochbehälter biegt links ein Forstweg ab Richtung Rödersberg- Erdmannsdorf. Nach 200 m erreichen wir-Abstecher lohnt sich – eine mächtige Rotbuche – die Universitätsbuche, die weithin sichtbar ist. (genannt nach dem Universitätsholz, das der Uni Jena gehörte) Zurückgekehrt zum Hellen Platz führt uns der linke Weg ca. 1,7 km durch den Wald – linker Hand an einer Lichtung vorbei (Sommerberg) bis zu einer Weggabelung. Nach einem linken Knick des Weges führt dieser hinab in den Sandersgrund bis zur Tälerstraße.

Blicken wir nach rechts, sehen wir den Kirchturm von Tröbnitz. Die Straße entlang biegen wir nach ca. 300 m hinter dem linken ersten Haus von Tröbnitz ab. Ein kurzer Wiesenweg führt zu einer Fußgängerbrück über die Roda weiter über einen Gartenpfad bis zu Stufen. Dort entsteht bis Sommer 2014 ein Bibelgärtchen. Ein Garten in der Form eines Fisches angelegt, läßt den Besucher verschiedene Stationen aus dem Leben Jesu nachempfinden. Künstlerisch und gartenbaulich wurden diese liebevoll gestaltet. 

Danach ersteigen wir die Stufen und gelangen zum Eingangshof der Verwaltungsgemeinschaft (ehemals alte Schule) und haben nach wenigen Schritten den Pfarrhof bzw. den Endpunkt der Pilgereise – die Kirche von Tröbnitz- erreicht.

Die Kirche Tröbnitz erhielt ihre heutige Gestalt 1707/08, nachdem sie schon 1680 erneuert wurde. Bereits im 13. Jahrhundert soll hier ein Vorgängerbau in runder Form gestanden haben. Der westliche -über dem Eingang errichtete Turm mit Schweifkuppel, Laternenaufsatz und Schweifhelm wurde 1792 gebaut. Im Inneren ziehen sich neben der Orgelempore ( Poppeorgel von1778) 2 über-einander liegende Emporen an den Seiten des Kirchenschiffes hin. Als ehemalige Patronatskirche war sie auch Begräbnisstätte der Herren v. Meusebach. Diese ist zugemauert, aber es sind an der Südwand Grabsteine aus rotem Sandstein – Albertine und Christoph v. Meusebach -zu sehen. Sehenswert ist eine Schnitzfigur aus vorreformatorischer Zeit, die erst vor kurzem auf dem Kirchturm gefunden wurde. Diese Madonna mit dem Kind wurde 2011 restauriert und hängt an der linken Ostwand neben dem Altar.

Der Abschnitt ist bis auf die letzten Stufen vor der Kirche für Fahrräder befahrbar.